Samstag, 3. September 2016

REZENSION | Forbidden Desire: Amy & Sean | Christelle Zaurrini

»Ich bin hier nicht der Böse. Ich bin der Gute mit den verbotenen Absichten«

Titel: Forbidden Desire - Amy & Sean
Autorin: Christelle Zaurrini
Verlag: SP
Seitenanzahl: 272
Preis: 0,99 eBook | 9,99 Print


Auf den ersten Blick scheint Amys Leben perfekt: Ein charmanter Mann, eine Villa am Strand und eine Hilfsorganisation, die sie selbst auf die Beine gestellt hat. Auf den zweiten erkennt man, dass all das nur Fassade ist.
Erst als Sean in ihr Leben tritt, spürt sie erstmals wieder das Glück, das sie vor so vielen Jahren verlassen hat. Und doch holt sie ihre Vergangenheit immer wieder ein.
Eine Geschichte über eine verbotene Liebe, die versucht, das Unüberwindbare zu durchbrechen. 





Mein Weg zum Buch

Nachdem mich »Sommernachtswende« der Autorin schon begeistern konnte, war ich sehr neugirig auf ihr neues Buch und habe es mir direkt am Erscheinungsdatum - heute - geholt. Und auch direkt weggesuchtet ... 

Das Cover finde ich wirklich wunderschön. Die Farben harmonieren sehr gut und das Liebespaar passt perfekt zu Amy und Sean. Es zeigt einfach, wie vertraut und wie glücklich die beiden miteinander sind - auch wenn es nicht sein darf. Aber können Gefühle überhaupt falsch sein?

Mit dieser Frage muss sich unsere Protagonistin Amy auseinandersetzen. Die Grundidee finde ich persönlich sehr speziell: Amy ist verheiratet, aber dann ist da Sean und plötzlich scheint alles anders. Normalerweise mag ich diese Art von Geschichten nicht, aber ich bin wirklich froh, dass ich hier eine Ausnahme gemacht habe.

Es ist kompliziert.

Sean hat diesen Satz aus Amys Mund hassen gelernt, aber er beschreibt die komplette Geschichte sehr gut. Denn Amys Situation ist wirklich kompliziert, was mich zum Verlauf der Geschichte bringt. Denn dieser hat mir sehr gut gefallen. Ich habe mich gefühlt, als wäre ich mittendrin, als würde ich neben Amy stehen und ihr dabei zusehen, wie sie versucht, mit ihrem Gefühlschaos klar zu kommen. Es gab natürlich nicht viele Handlungsstränge oder viele Wendungen, was in Anbetracht der Dicke des Buches aber auch nicht verwunderlich ist. Es ist genug und gut so, wie es ist.  

Ein besseres Setting hätte die Autorin sich für das Buch wirklich nicht aussuchen können. Fort Lauderdale. Sagt euch Nichts? Dann schaut mal hier:


*schmacht* Ist es nicht wundervoll? Es war einfach so schön beschrieben! Ich kam mir wirklich vor, als wäre ich für ein paar Stunden in den Urlaub gefahren. 

Wie schon in Christelles erstem Buch war ich ganz begeistert von dem tollen Schreibstil. Hier ging es mir nicht anders. Er ist so wundervoll, so bildhaft, so schön. Es gab sooo viele schöne Zitate, die ich mir in meinem Reader markiert habe.

Sowohl Amy, als auch Sean fand ich sehr echt. Wir haben hier wechselnde Kapitel, was sehr angenehm für den Lesefluss war. Aber auch die "Nebencharaktere", Freunde der beiden Protagonisten, aber auch Amys "charmanter" Ehemann fand ich authentisch. Sean hat definitiv Potential zum Anschmachten! Amy, eine junge Frau die schon zu viel mitmachen musste und zu wenig erleben durfte, ging mir sehr nah. Ich konnte ihre Handlungen immer verstehen, manchmal schmerzlich. Die beiden haben ich wirklich fertig gemacht!

Das wichtigste in einem Liebesroman ist natürlich die Liebesgeschichte. Diese hat hier ganz eindeutig gepasst. Auch die erotischen Szenen fand ich gelungen. 

Mein fangirl Fazit:

Ich müsst das Buch alle kaufen, lesen und liebe! Sofort!

Mein seriöses Fazit:

Das sehr kurzweiligeBuch hat mich mitgenommen auf eine emotionale Reise, eine Achterbahn der Gefühle und auf ein paar schöne Stunden nach Florida - in das Leben einer jungen Frau, mit der man mitfühlen, mitlachen und mitweinen kann. 



5/5 Sterne 


Über die Autorin

Christelle Zaurrini wurde 1992 in Luxemburg geboren und lebt heute mit Freund und Kater in der schönen Eifel.
Die Liebe zum Geschriebenen beschränkte sich zunächst auf die Bücher vom Meister des Grauens, festigte sich aber, als eine ganz bestimmte Dystopie sich an ihr Herz klammerte und nicht mehr locker ließ.
Es wurde zu einer Leidenschaft, die sich später auch im Selbstgeschriebenen widerspiegelte.
Mit ihrem Blog und kurzen Gedichten hat das Schreiben begonnen, um mit ihrem Debütroman »Sommernachtswende« erst richtig zu starten.







Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen